Leipziger Freiheit

Die erste (kurze) Arbeitswoche ist überstanden. Schon jetzt spüre ich: Die Leipziger Freiheit tut mir gut.
Ich fühle mich wie ein Fisch, der wieder im Wasser schwimmt.
Dazu tragen bei: nette Kollegen, erfüllende Aufgaben und viele alte Kontakte, die meinen "War doch klar, dass du bald zurück zu uns verrückten Touristikern kommst." Ach ja, welch schöneres Ziel gäbe es für die erste Dienstreise als eine Woche Paris im September mit Aussicht auf ein arbeitsfreies Wochenende...
Die Leipziger Freiheit offenbart sich in vielfältiger Erscheinung, z. B. auch (siehe Bild oben) in der Mittagspause in der Innenstadt von der Straßenterrasse eines großen US-Kettenstores aus, der italienische Kaffeeträume in amerikanischen Pappbechern verkauft. Welch Ironie 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution - sind die Leute dafür auf die Straße gegangen? Seis drum; erstmals fühlt sich das Leben wieder wie ein Himbeertörtchen an.

Selbst das tägliche Zugfahren macht Spaß. Als vorübergehende Pendlerin sehe ich schon nach zwei Tagen jeweils morgens und abends immer dieselben Leute im Zug. Hello again. Und täglich grüßt das Murmeltier in Form meines Weckers um 5:15 Uhr.
Kurzum, voller Überzeugung und ganz ohne Deutsche-Bahn-bedingte Verbitterung: Ich genieße das Leben in vollen Zügen.
kamikatze - Fr, 17. Jul, 22:24
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