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Sonntag, 15. November 2009

Freitag der 13.

Ein Tag wie jeder andere

Laut Statistik passieren am Freitag den 13. nicht mehr Unfälle oder Missgeschicke als an jedem anderen Tag. Ich war sehr beruhigt über diese Nachricht in einem schlauen Beitrag am Freitagmorgen auf mdr info. Das vermeidende Verhalten der Menschen an diesem Tag (keine wichtigen Verträge unterschreiben, das Auto besser stehen lassen etc.) - nach dem Motto "Man muss ja nichts unnötig riskieren" - verstärkt jedoch den zugrundeliegenden Aberglauben, hilft allerdings kein bisschen.

Was will uns das sagen: Die Gefahr lauert jeden einzelnen Tag. Und das Gute am Freitag den 13. ist, dass man wenigstens mit dem Unglück rechnet. Nicht jedoch am Samstag den 7. oder am Sonntag den 15.

Am Samstag den 7., letzte Woche, bin ich in der elterlichen Einfahrt mit meinem noch kein Jahr alten Neuwagen an den Audi meines Vaters gefahren. Papi war zum Glück ganz cool, ich weniger.

Am Sonntag den 15. - sprich: heute Morgen - gab mein Wasserhahn nur ein Rülpsen, nicht jedoch Wasser von sich. Wasserrohrbruch! Ihr dürft dreimal raten, wessen Keller am stärksten betroffen ist und sich über Nacht in ein formschönes Feuchtbiotop verwandelt hat, als das Wasser seinen Weg aus dem ersten Stock übers Erdgeschoss suchte ...

Nein wirklich, Freitag der 13. ist total harmlos.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Video killed the radio star

Facebook und der schleichende Tod meines Blogs

Buggles - Video killed the radio star

Ein schönes Lied auch nach 30 Jahren, damals Einläutung eines Paradigmenwechsels in der Medienindustrie. Video trumps radio.
So ähnlich fühle ich derzeit auch um mein Blog: Social community trumps blog. Dabei sollte man meinen, dass ich - frisch in einer neuen Stadt - etwas mehr zu erzählen habe.

Stattdessen aktualisiere ich lieber in SMS-Länge meinen Facebook-Status oder "stupse" Leute an. Mal ganz abgesehen davon, wie sich Facebook & Co. auf meine "Offline"-Aktivitäten auswirken. Meine Katze jedenfalls hasst es, wenn ich vorm PC sitze. Sie muss dann immer demonstrativ über die Tastatur laufen oder am Ledersofa kratzen ("Nein! Aus!"). Katzen haben einen guten Instinkt.

Das alles muss sich ändern! Diese Woche ist Urlaub angesagt und ich beginne mit guten Vorsätzen, nämlich William Zinssers Klassiker "On Writing Well". Simplicity! Amen.

Freitag, 5. Juni 2009

Und schon war er wieder weg...

... der Mr. President.

Fazit: Noch nie wurden die Entchen am Zwingerteich so gut bewacht wie heute.

Samstag, 30. Mai 2009

Welcome Mr. President

Dresden macht sich hübsch für Obama

Am 4. und 5. Juni kommt Barack Obama in unser schönes Dorf. Aus diesem Grund klebt seit gestern an jeder (!) der über 150 Dresdner Straßenbahnen ein Aufdruck mit dem Slogan "Welcome Mr. President". Bei aller Liebe: So viel Bahn kann selbst Barack Obama nicht fahren.

http://obama.besucht-dresden.deWie weit die Begeisterung der Dresdner über den hohen Besuch reicht, zeigt auch mein liebster Freund Denis, der gleich eine eigene Website gebastelt hat: http://obama.besucht-dresden.de. Doch Vorsicht bei seinem Spendenaufruf! Ich weiß, er hat demnächst Geburtstag und will sicher nur seine Party refinanzieren - die mit Sicherheit unter dem Motto "We love America (again)" steht. Mir solls recht sein - Hauptsache, ich bin eingeladen. Spaß beiseite: Selbstverständlich handelt es sich um ein absolut seriöses und vertrauenswürdiges Projekt. Unbedingt unterstützen - schließlich wollen wir uns nicht blamieren vor der Welt.

Ich gebe mich allerdings der Obama-Hysterie gar nicht erst hin, bin nämlich nicht in Dresden, sondern in Frankfurt (auch Mainhattan genannt), wenn er da ist. Frankfurt kann ein Lied davon singen, was es heißt, wenn der amerikanische Präsident zu Besuch ist (AUSNAHMEZUSTAND!!!). Daher sind die Frankfurter sicher nicht böse, dass die Torte dieses Mal an ihnen vorbei geflogen ist.

In diesem Sinne: Happy havoc!

Samstag, 16. Mai 2009

Die seltsame Faszination des Eurovision Song Contest

Als der Eurovision Song Contest noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß, war die Welt noch eine andere. Oder ich war eine Andere. Unschuldiger in jedem Fall.

Wenn Nicole ein bisschen Frieden besang, dann ließ das mein Herz höher schlagen - und verursachte keine Gänsehaut vor Abscheu. Kitsch kannte keine Obergrenze auf meiner Toleranzskala. Damals wollte ich zum Fernsehballett, schaute gern Eiskunstlaufen und mit Omi und Opi begeistert "Die Fischerin vom Bodensee".

Heute, immer noch klein und trotzdem "groß geworden", finde ich die Veranstaltung ziemlich lächerlich, ja peinlich. Trotzdem - oder gerade deshalb - muss ich alljährlich für wenigstens fünf Minuten einschalten und mich kurz aufregen über die schrägen Töne, schrillen Farben und kuriosen Choreographien.

Hätte ich nicht Literaturwissenschaft studiert und wüsste es nicht besser, wäre der Eurovision Song Contest meine persönliche Vorstellung vom "Absurden Theater". Andererseits, hätte ich nicht Literaturwissenschaft studiert, hätte ich vielleicht auch bunte Kunstnägel, ginge ins Solarium und empfände den Grand Prix gar nicht als Grande Catastrophe. Wie heißt es so schön: Wir denken, wir machen Erfahrungen, aber die Erfahrungen machen uns.

Jedenfalls hocke ich auch heute Abend vorm Fernseher und verfolge beiläufig einen Hupfdohlen-Auftritt nach dem anderen - diesmal live aus der Zwiebeltürmchen-Hauptstadt Moskau.

Heute Abend ist der Eurovision Song Contest vor allem eins: Eine willkommene Ausrede das Haus nicht mehr zu verlassen, sondern eine Runde auf dem Sofa abzuhängen und nostalgisch der Zeiten zu gedenken, als die Welt noch eine andere war. Und ich noch nicht die, die ich geworden bin.

Dazu ein Schüsselchen Himbeeren - ein Glücksmoment damals und heute. Also eigentlich alles wie immer.

Das große Eurovision Song Contest Voting
Zeit Euch zu outen:
Seid Ihr große Freunde oder große Feinde des Grand Prix?

Germany 12 points. Ja, ich liebe den Grand Prix. Alle Jahre wieder.
Die spinnen wohl. Ich will meine GEZ-Gebühr zurück.
Ich zahle keine GEZ-Gebühr. Deshalb.
Mir doch wurscht, ich bin ein Mann. Grand Prix = Formel1.
Mein Desinteresse ist so groß, dass ich gar nicht erst abstimme.
Ohne den Grand Prix und den Christopher Street Day wäre die Welt langweilig.

  Resultate

kamikatze, 22:25h.

Sonntag, 5. April 2009

Viva Balkonia

Schraubst du noch oder lebst du schon?

Viva Balkonia

Gestern habe ich offiziell die Balkonsaison eröffnet. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen draußen wärmer als drinnen wurde fleißig umgetopft, gepflanzt und gesät auf der Terrasse und angrenzenden Wiese. Genau genommen habe nicht ich mir die Finger schmutzig gemacht, sondern mein Liebster. Der greift gern mit bloßen Händen in die feuchte Erde und hat ein noch größeres Herz für Grünzeug als ich. Ich "überwache" dafür den Prozess - ach nein, das macht ja schon die Katze; ich bin fürs Kaffeekochen zuständig.

Wie jedes Jahr zum Frühlingsbeginn passierte es uns auch dieses Mal wieder, dass wir mit dem festen Vorsatz, nur ein Balkonutensil für 10 Euro (dieses Mal ein Blumenbänkchen für 12,99 Euro) zu kaufen zu IKEA fuhren und mit einer Rechnung in dreistelliger Höhe und allerlei anderem Tand zurückkehrten - ein hübsch gemustertes Stuhlkissen hier, ein praktisches Küchengerät da, neue Bettwäsche (Mensch, fühl mal, die ist total weich, kostet nur 19,99), das Xte Sofakissen ... das System IKEA kriegt mich immer wieder. Zuhause fängt der Spaß dann erst richtig an, wenn es ums Zusammenbauen der erstandenen Balkonmöbel, und seien sie noch so einfach, geht - na, ich erzähle nix Neues... Auch hier habe ich bereitwillig das Feld geräumt und IHN rangelassen. Geht eh viel schneller. Dafür habe ich dann fleißig beim Lasieren geholfen, immer an Karate Kid denkend: "Wax on, wax off, wax on, wax off..."

Nun ist die Arbeit vollbracht, ich bin bereit für "Viva Balkonia" ... und die ersten Regenwolken ziehen auf. Super!

Mittwoch, 13. August 2008

Alle guten Dinge sind drei

Drei Freundinnen. Drei einander unbekannte Frauen, die spontan und völlig unabhängig voneinander beschließen mich mal eben für ein paar Tage zu besuchen. (Mehr oder minder) Gleichzeitig.

Macht vier Frauen, eine 45m² Wohnung, einen übermütigen Kater und Unmengen an 1. Bettwäsche, 2. Handtüchern, 3. Kosmetikartikeln.

Zuviel des Guten? Wo denkt ihr hin! Genau das Richtige. Wohl dosiertes Chaos, lecker Essen, viel Wein. Und wenn ich abends aus dem Büro nach Hause kam, sah die Küche trotzdem piccobello aus.

Dazu dreimal Filmnächte. Und drei Männer, die zuhause geblieben sind und trotzdem ständig Thema waren.

So eine Mädchenpension ist eine coole Sache.

Dienstag, 10. Juni 2008

Gartensparte Immergrün

Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass sich Schrebergärten wieder zunehmender Beliebtheit bei den Deutschen erfreuen.

Diese Art von Neokonservatismus ist eine, die ich gut verstehen kann. Früher, als Kind in ländlicher Kleinstadt, das im hübschen Eigenheim mit großzügigem Garten aufwuchs, empfand ich stets nur Mitleid bis Abneigung gegenüber den armen Menschen, die in ihren kleinen Parzellen am Eisenbahngleis hockten.

Heute, als Stadtkind mit minimaler Gartenfläche vor der Terrasse, teile ich die Liebe der Deutschen zu ihren Stadtgärten.

Diese Woche haben wir einen zur Pflege (einen Schrebergarten, keinen Deutschen). Die "Schwiegereltern" machen Urlaub und haben ihrem Sohn, einem ausgesprochenen Grünerdaumenbesitzer, die ihnen in zweiter oder dritter Generation eigene Grün- bzw. Buntfläche (bunt wegen der Unmengen von Rosen, Lavendel und anderen Blumen mit mir unbekannten Namen) anvertraut.

Ich muss nur mit hin, um die Erdbeeren zu ernten, da mein Freund eine ausgeprägte Erdbeeraversion hegt, so wie andere Menschen Tomaten scheuen (er übrigens auch) oder beim Anblick einer Spinne Schreikrämpfe kriegen. Aber gerne doch! Mir macht das gar nichts aus.

Ich gehöre zwar nicht zu denjenigen Geschöpfen, die mit Hingabe drei Stunden Unkraut jäten und danach ohne Murren gebückt den mordsmäßigen Rückenschmerz ertragen, aber ich gebe zu, dass ich gerne Früchte ernte und Blumen pflücke, die andere liebevoll gepflanzt und großgezogen haben. (Nur damit das klar ist für die, die überall was reininterpretieren müssen: Das mit den "Früchten anderer ernten" ist echt nur auf den Garten bezogen. Bin ja kein Kameradenschwein oder sonst irgendein Niesnutzer!)

Schwiegermuttis schicke Gartenhandschuhe
Schwiegermuttis schicke Gartenhandschuhe

Hmmmmmh.......
Das Erdbeerpflücken war dann doch ziemlich mühselig, aber hilft ja alles nix. Der Genuss (nach ebenso mühseliger Wach- und Putzaktion) ist es wert. Da fällt mir der Spruch für die Schokobons ein: "Klein und rund und schnell in meinem Mund."

Meine Freundin, die Hollywoodschaukel
Meine liebste Gartenfreundin: die Hollywoodschaukel

Garten4
Rasenfuß (nicht Hasenfuß)

Mit duftenden Rosen im Schoß gings nach Hause
Mit duftenden Rosen im Schoß gings glücklich und müde heimwärts.

alles wird gut

das leben ist ein himbeertoertchen

Himbeertörtchenmusik


Charlotte Gainsbourg
Irm



Tegan & Sara
Sainthood

Himbeertörtchenlektüre



Herta Müller
Herztier

Neulich im Kino - Gesehen und für gut befunden:

Und was sagt der Wetterhahn?

Aktuelles Wetter in Leipzig:


Temperatur: 0 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 87 %
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