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AlBeRn

Montag, 3. August 2009

Bist Du's, Boris, oder nicht?

Heute Morgen um acht vorm Leipziger Hauptbahnhof. Ich stehe an der Ampel, mir gegenüber Boris Entrup. Ich bemühe mich, nicht zu starren. Ist ers wirklich? Sieht in Natura noch besser aus, eher Lenny Kravitz als Milchbubi, und grinst nicht ganz so andauernd wie im Fernsehen, gottseidank.

Im Laufe des Vormittags beruhige ich mich. Aber dann in der Mittagspause mit meinem Kollegen im Hauptbahnhof: wieder Boris. Ich bemühe mich, nicht zu starren. Mein Kollege hat nie GNTM gekuckt und denkt, ich spinne: "Quatsch, der Typ arbeitet in dem Tabakshop, aus dem er gerade rauskommt." Schließlich glaube ich ihm - er ist es also nicht. Eigentlich umso besser - ich überlege kurz, ob ich mit Rauchen anfangen soll.

Im Laufe des Nachmittags beruhige ich mich, vergesse Nicht-Boris. Aber dann, zum Feierabend, auf dem Weg zum Zug: wieder Boris. Diesmal mit Scheinwerfer am Fotoset - eindeutig, er ist es also wirklich. Ich bemühe mich, nicht zu starren.

Dreimal Boris an einem Tag, er läuft also nicht weg. Wir sehn uns morgen an der Ampel, Boris! Ich bemühe mich nicht zu starren, sondern zu lächeln. Ja, ich weiß schon, Du interessierst Dich für Jungs. Ist auch besser so.

Freitag, 30. Januar 2009

Ich kenn da einen Witz


Geht ein Cowboy zum Friseur ...

Als er wieder raus kommt, ist sein Pony weg.

Pony

Ich muss auch mal wieder zum Friseur. Vielleicht komm ich ja mit dem Pony vom Cowboy wieder. Die Ponyfrage ist allerdings noch nicht endgültig geklärt.

Pferd
Pony oder Pferdemähne?

Donnerstag, 29. Januar 2009

Heute schon gekichert?

Schnupperfuss
Die Stinkefuß-Massage lief nicht so gut, deshalb nun die Schnupperfuß-Massage. (Foto: www.spiegel.de)

Weitere "Groteskheiten" gibts hier.

Sonntag, 11. Januar 2009

Kinder und Tiere, Teil II

Ein Grund, warum der deutsche Fernsehzuschauer und damit der Großteil der Bevölkerung Kinder und Tiere mag, ist, dass diese - anders als der ausgewachsene Homo sapiens - authentisch sind, d.h. ein ungekünsteltes, offenes und ehrliches Verhalten an den Tag legen und einem so Wahrheiten offenbaren, die man sich selbst mitunter nicht so recht eingestehen will.

Am Freitagnachmittag hatte ich zwei Exemplare, d.h. zwei Kinder, Mädchen im Alter von 5 und fast 4, unter meiner Obhut - auf neudeutsch: zum Babysitten. Papa und Mama hatten dringende berufliche Angelegenheiten zu erledigen, deren zeitlicher Rahmen nicht mit den Öffnungszeiten des Kindergartens kompatibel war.
Die Mädchen fühlten sich auch pudelwohl in meiner Bude. Dank Anwendung des einfachen Erfolgsrezepts "Brot und Spiele" waren alle glücklich, und auch mit dem Kater konnte ich gut punkten. Nur für Tokio Hotel in der Dauerschleife müsste ich nachträglich Schmerzensgeld verlangen.

Jedenfalls fragte die größere der Beiden, auf meinem Wohnzimmer-Sofa sitzend, irgendwann: "Hast du eigentlich auch ein Wohnzimmer?" Ähm ... das ist das Wohnzimmer. In ihrer kleinen Welt gibt es offensichtlich keine so kleinen Wohnungen, sondern nur kindertaugliche geräumige 5-Zimmer-Butzen. Papa, der kurz darauf dazustieß, hatte dann aber die perfekte Erklärung: "Wieso, das ist doch eine hübsche Puppenstube."

Als Dank für meine Dienste bekam ich eine Gratis-CD der 3 Fragezeichen aus der Cornflakes-Packung geschenkt - sie hatten die Folge schon. Zuvor war mir jedoch schon alles über Kapitan Nashorn berichtet worden.

Zoologie - Ungenügend

Mein Freund D., der mal beim Fernsehen gearbeitet hat, pflegt zu sagen: "Kinder und Tiere bringen nie ne Viere". Will heißen, Kinder und Tiere kommen immer gut an beim deutschen Zuschauer, Radiohörer oder dem geneigten Blogleser. Deshalb beschäftige ich mich auf dieser Seite ja auch gern mit kindischen und tierischen Themen und weniger mit den harten Fakten des Alltags (die ich im Übrigen häufig für unspektakulär halte, wie die Tatsache, dass ich gerade einen neuen Job bei meiner neuen alten Firma angefangen habe).* So auch im folgenden Beitrag.

* (Vielleicht erklärt das die Frage neulich von meiner Suppenbarbegegnung A.?)

Jedenfalls habe ich doch meinen letzten Beitrag mit einer metaphorischen Anspielung auf den Jaguar als "lustigen schwarzen Tiescher" abgeschlossen. Und erst danach überlegt: Wie sieht eigentlich ein echter Jaguar aus? Unsereins kann ja Löwen, Leoparden, Tiger und Panther noch ganz gut auseinanderhalten, aber was ist mit dem Jaguar, und ist der überhaupt schwarz (was peinlich wäre vor der Bloggemeinde, die mich jedoch auch nicht korrigiert hat, also ebenso bildungsbelückt ist wie ich)?

Aufklärung geben so schlaue Seiten wie www.hundezeitung.de ("unabhängig - informativ - kritisch").

Und siehe da, der schwarze Jaguar ist eher eine Ausnahme.

einmal in Gefleckt, und einmal in Schwarz

"Es gibt - wie beim Leoparden - auch (rezessiv vererbte) Schwärzlinge beim Jaguar. Deren Eltern müssen also nicht zwangsläufig schwarz gefärbt sein", schreibt die HundeZeitung (HZ).

Der Jaguar macht sich gerne rar, was wohl auch erklärt, dass ich noch keinen gesehen habe (außer auf der Königstraße vielleicht), und ist auch sonst im Vergleich zu anderen Großkatzen wenig zugänglich, das gesammelte Wissen über ihn also insgesamt eher gering, wie man dem durchaus interessanten Beitrag der HZ entnehmen kann.

Ich wage jedoch die These aufzustellen, dass der Jaguar auch in unseren Gefilden verbreitet ist - man beachte nur die frappierende Ähnlichkeit der folgenden Bilder (Aufnahme 1: Südamerika, Aufnahmen 2 und 2a: Dresden-Strehlen):

Jaguar2

jaguar3

Jaguar4

"Der Jaguar hat keine natürlichen Feinde - bis auf den Menschen", lautet das traurige Fazit. Also: Rettet den Jaguar - in seiner Heimat in Südamerika und auch hier zuhause in Deutschland. Und wie macht Ihr das? Ganz einfach: Kauft ein Auto - Jaguar (Cars) sponsert das Programm "Save the Jaguar" der Wildlife Conservation Society.

Zum Thema Tiere: Das Rätsel um die Giraffe hat sich übrigens aufgelöst, dank der Morgenpost: Es gibt spezielle Zootiertransportunternehmenn, die über Autos mit höhenverstellbarem Dach verfügen, sodass man bei einer Brücke das Dach runterfährt, sodass die Giraffe von allein ihr Hälslein einzieht bzw. gen Boden senkt wie beim Fressen. Total banal also.

PS: Meine beste Freundin und ich können uns auch sehr für zwei tierisch mystische Gedichte von Rilke und von Blake begeistern, "Der Panther" und "Tyger Tyger" ... did he who made the Lamb make thee?

Montag, 5. Januar 2009

In meinem neuen Leben fahre ich Jaguar

Mein Freund R. ist ein schlaues Köpfchen. Hat soeben sein zweites Staatsexamen in Jura erfolgreich absolviert und fängt 2009 seinen ersten richtigen Job als Anwalt bei einer renommierten Kanzlei an. R. konnte aus mehreren Angeboten auswählen und sich aussuchen, ob er nach Berlin, Frankfurt oder DD geht. Für letzteres hat er sich am Ende entschieden und Berlin dafür den Rücken gekehrt – wohl weil die Uhr hier, in DD, einen Tick langsamer geht und man sich nicht so sehr die Frage „Schneller, weiter, höher – aber wohin eigentlich?“ stellen muss.

Jedenfalls hab ich mich per SMS erkundigt, wie sein erster Arbeitstag so lief. Alles prima soweit, kam die Antwort, und: „Richtig cool wird es wenn ich erstmal eingerichtet bin in meinem neuen Leben. Januar wird noch mal drunter und drüber…“

Ich jedoch, in meiner selektiven Wahrnehmung, las nur „…in meinem neuen Leben. Jaguar …“ Was sagt uns dieser Freudsche Verleser? Alles über meine Erwartungshaltung an einen Juristen: Studium. Erstes Staatsexamen. Referendariat. Zweites Staatsexamen. Kohle, Kohle, Kohle. Dauert nicht lange, bis so ein schnelles Auto her muss, wohin auch sonst mit dem ganzen Geld.

Wenige Stunden zuvor hatte ich mit meiner Bekannten F. telefoniert. F. ist auch ein schlaues Köpfchen, Einser-Kandidatin beim Magisterabschluss in den Geisteswissenschaften, ein schlecht bezahltes, aber schön chaotisches Traineeship im PR-Bereich und davon das Zweitstudium Kulturmanagement finanziert. Jetzt ist das Traineeship vorbei und F. geht für 150 EUR im Monat 30 Stunden die Woche im Theater arbeiten, zusätzlich zum Arbeitslosengeld (ich übertreibe nicht). Kohle? Fehlanzeige. Wenns ums Geld geht, fühlen Geisteswissenschaftler sich mitunter verkohlt. Oder, haha, können darauf warten, bis sie schwarz werden. F. ist es jedenfalls egal, sie will Ende des Jahres nach Australien, das steht schon fest.

Der heutige Besuch bei der Agentur für Arbeit hat F. doch sehr amüsiert. Die Angestellten der AfA halten Geisteswissenschaftler für Aliens. Kein Wunder, da die kreativen Branchen sich ja auch nie an die AfA wenden, wenn sie mal einen Job zu vergeben haben. Sie helfen sich viel besser selber (Kanzleien wahrscheinlich auch). Ergo denken AfA-Angestellte, es gibt keine Jobs für uns Geisteswissenschaftler (und für Juristen? Ach egal). Wollen wir das den AfA-Angestellten mal klar machen? Ach nein, wir lassen es lieber. Der Arbeitsmarkt kackt ja grad insgesamt ab.

Soweit, so schlecht. Das Gute daran: Wenns ums individuelle Wohlbefinden geht, sind R. und F. mit Sicherheit ungefähr gleich glücklich und beide cool drauf – jeder auf seine Art.

Wir wissen ja, das Leben ist ein bunter Cocktail aus vielen lustigen Zutaten. Cheers, auf den ulkigen schwarzen Tiescher!

Ach übrigens, wir Geisteswissenschaftler reden uns die Welt gern schön.

PS: Vielen Dank an R. und F., die mir unfreiwillig Modell standen. Ich bin so stolz auf Euch, echt jetzt. Seriöse Berichte über den Wert der Arbeit kann man im DIE ZEIT Campus-Magazin lesen.

Sonntag, 2. November 2008

An alle Vögel

Wo wir schon mal beim Thema "Vögel" sind ....

Kacke

Donnerstag, 28. August 2008

Do you speak blonde?

Ich wundere mich, wer wundert sich mit mir?

Neulich stieß ich auf folgende Studie, die ich überaus amüsant fand und mal eben unkommentiert im Raum stehen lasse (mein Kopf fühlt sich so leer an... ...):

Marilyn, oh Marilyn

Blondes make men dumb

Not only does men’s intelligence drop when blonde women are around, but so too does women’s intelligence. Surrounded by blondes, men and women alike think they are in the company of dummies, and they relax their own thinking to match this.
The researchers set out to see how stereotypes affect the way we think. In this experiment, they showed volunteers photos of strangers, then asked them questions from a Trivial Pursuit game.
When most of the photos were of blonde women, the volunteers did not do very well. When the photos showed dark-haired women (and men), they scored better. Further analysis convinced the team that, rather than simply being distracted by the blonde locks, those who performed poorly had been unconsciously driven by social stereotypes to think blonde.
The researchers say it’s a variation of common behaviour. If we sit near someone who fiddles with a pen, we tend to fiddle with a pen, too. Also, if we think we are surrounded by the not-so-intelligent …
“We do not pretend that blondes are dumb or dumber than other women,” says the lead author, Clementine Bry. “There are absolutely no scientific studies to support this stereotype. Stereotypes are cultural beliefs about social groups, they are not truthful pictures of who people are. The reasons why such a stereotype emerged are unknown and were not the point of interest of our work.” The important lesson from this study, for students at least, is not to sit next to a blonde female in the exam room.
(Blonde like me: When self-construals moderate stereotype priming effects on intellectual performance. J Exp Soc Psychol. 2007 doi:10.1016/j.jesp.2007.06.05)."
Danke auch dem 'lebensnahen' Blogger.
PS: Kommentare sind nun auch ohne Anmeldung möglich und willkommen.

goodbye norma jean

Mittwoch, 25. Juni 2008

Finalmente nel finale

Es lebe die deutsch-türkische Freundschaft!

Und die deutsch-asiatische Freundschaft obendrein: Ich verbrachte Halbzeit eins mit zwei Fußballabstinenzlerinnen in der Sushi Bar meines Vertrauens und hörte in unregelmäßigen Intervallen den asiatischen Koch und die Bedienung in der Küche nebenan jubeln oder stöhnen. Auf unsere Frage zum Spielstand nach einem besonders lauten Jubelanfall die Antwort: "Tol fül Tülkei". Aha, unsere asiatischen Freunde sind also für die Türkei. Das wirft Fragen auf für den mit seinem Nationalempfinden stets hadernden Deutschen. Hassen uns unsere asiatischen Mitbürger insgeheim? Unsere Schlussfolgerung nach ausgiebiger Diskussion: Minderheit sympathisiert mit Minderheit.

Ich habe heute extra viel Trinkgeld gegeben und zum Abschied besonders nett gelächelt. We love you all. Wenn wir EM-Meister werden, schaue ich sicherheitshalber ganz genau nach "übersehenen" Gräten im Fisch.

Halbzeit zwei dann daheim:

Ein abwechslungsreiches Spiel, nicht nur aufgrund der vielen Tore, sondern vor allem wegen der Variantenvielfalt der Berichterstattung und der anspruchsvollen Dramaturgie weltweit:

Bild und Ton
ohne Bild und Ton
mit Ton, aber ohne Bild
wieder Bild und Ton
dann wieder ohne
dann mit Bild, aber ohne Ton
Bild und Ton

Schlusszene: Jubel in Bild und Ton!

Samstag, 12. April 2008

Selbstdiagnose

multiple choice phobias

sehr ausgeprägt
Koumpounophobie
Bufonophobie
Glucodermaphobie
Kakophonophobie
Musophobie

früher auch mal
Aulophobie
Didaskaleinophobie
Felinophobie

immer
Bromidrophobie
Cacophobie
Catagelophobie
Decidophobie

gelegentlich
Arithmophobie
Arrhenphobie
Astraphobie
Atelophobie
Athazagoraphobie
Atychiphobie
Eisoptrophobie
Ereuthrophopbie
Germanophobie
Kaligynephobie
Lygophobie
Macrophobie
Mnemophobie
Obesophobie
Scelerophobie

niemals
Friggaphobie (gelegentlich jedoch Paraskavedekatriaphobie)
Philemaphobie
Philophobie

und nun
Logophobie
Methrophobie
Panophobie
Phobophobie

xxx

Auflösung bzw. Selbsttest hier.

Phobien, für die es noch keinen Fachbegriff gibt:
Angst, dass Herr Schröder wieder eine Maus in die Wohnung schleppt (siehe auch Musophobie)

Danke an T. alias S. für die Inspiration, damit sie keine Plagiarismophobie überkommt.

alles wird gut

das leben ist ein himbeertoertchen

Himbeertörtchenmusik


Charlotte Gainsbourg
Irm



Tegan & Sara
Sainthood

Himbeertörtchenlektüre



Herta Müller
Herztier

Neulich im Kino - Gesehen und für gut befunden:

Und was sagt der Wetterhahn?

Aktuelles Wetter in Leipzig:


Temperatur: 0 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 87 %
Sichtweite: 10.0 km
Luftdruck: 1001.0 mb
Windstärke: 16 km/h

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