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GlÜcKsElIG

Dienstag, 15. Dezember 2009

Meine Begeisterung für Rauhfasertapete

... kommt nicht von ungefähr.

Es gibt ja Leute, die finden Rauhfasertapete spießig. Diese Leute wurden immer mehr und irgendwann war Rauhfasertapete total OUT, doch dann besannen sich andere auf die guten alten Werte und die Rauhfasertapete erlebte ein Revival, war also wieder IN und so ging und geht es unendlich weiter.

IN oder OUT, mir ist das wurscht, grundsätzlich habe ich nichts gegen die gewöhnliche weiße oder farbig aufgepeppte Struktur.

Das Beste an der Rauhfasertapete ist, dass ich seit genau einem Jahr jeden Morgen beim Aufwachen mit Begeisterung an die Decke in meinem Schlafzimmer starre und froh wie ein Floh das winzige Muster der Tapete über mir völlig ohne Sehhilfe erkenne. Auch 365 Tage nach der OP sehe ich 100 %. Wenn das kein Grund zum Jubeln ist. Das ist kein Aufruf sich unter den Laserstrahl zu legen. Es gibt ja Leute, die sind glücklich mit Brille und Co.; ich war es allerdings nicht und bereue nichts.

Von daher: Rauhfasertapete ist super. Vom abendlichen Sternenhimmel ganz zu schweigen, aber deshalb male ich mir noch lange nicht den Großen Wagen an die Decke.

Rauhfaser Schleichwerbung

Freitag, 17. Juli 2009

Leipziger Freiheit

Berühmte Hauswand in FischerArt-Optik zum Thema "Leipziger Freiheit"

Die erste (kurze) Arbeitswoche ist überstanden. Schon jetzt spüre ich: Die Leipziger Freiheit tut mir gut.

Ich fühle mich wie ein Fisch, der wieder im Wasser schwimmt.
Dazu tragen bei: nette Kollegen, erfüllende Aufgaben und viele alte Kontakte, die meinen "War doch klar, dass du bald zurück zu uns verrückten Touristikern kommst." Ach ja, welch schöneres Ziel gäbe es für die erste Dienstreise als eine Woche Paris im September mit Aussicht auf ein arbeitsfreies Wochenende...

Die Leipziger Freiheit offenbart sich in vielfältiger Erscheinung, z. B. auch (siehe Bild oben) in der Mittagspause in der Innenstadt von der Straßenterrasse eines großen US-Kettenstores aus, der italienische Kaffeeträume in amerikanischen Pappbechern verkauft. Welch Ironie 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution - sind die Leute dafür auf die Straße gegangen? Seis drum; erstmals fühlt sich das Leben wieder wie ein Himbeertörtchen an.

Starbucks Himbeertörtchen

Selbst das tägliche Zugfahren macht Spaß. Als vorübergehende Pendlerin sehe ich schon nach zwei Tagen jeweils morgens und abends immer dieselben Leute im Zug. Hello again. Und täglich grüßt das Murmeltier in Form meines Weckers um 5:15 Uhr.

Kurzum, voller Überzeugung und ganz ohne Deutsche-Bahn-bedingte Verbitterung: Ich genieße das Leben in vollen Zügen.

Montag, 1. Juni 2009

Ich und mein Haushalt

Da heißt es immer, schlechtes Wetter wäre ideal, um den Haushalt auf Vordermann zu bringen und so drögen Tätigkeiten wie Bügeln, Fensterputzen oder Staubwischen nachzugehen. Nun, schlechtes Wetter hatten wir ja genug die letzten Tage - aber nein, an Bügeln war nicht zu denken. Schon der Gedanke daran wirkt sich auf meine Stimmung wie eine Rutsche in den Keller aus. Die einzig erträgliche Aktivität (oder besser: Passivität) bei schlechtem Wetter ist Krimikucken - Kommissar Wallander, Der Kommissar und das Meer, Tatort, Einsatz in Hamburg, zum Glück war das Fernsehprogramm voll davon.

Erst heute, da die Sonne wieder scheint und mit der Temperatur die gute Laune steigt, habe ich beschwingt zum Bügeleisen gegriffen - den passenden Soundtrack dazu natürlich. Jetzt ist meine Seele befreit von der Last dieser lästigen, mir verhassten Pflicht.

Irgendwie muss das Wetter schon die letzten zwei Monate schlecht gewesen sein - so lange ist die letzte Bügelaktion nämlich mindestens her.

Freitag, 1. Mai 2009

Und das Allerbeste im Mai

... es gibt ein neues Phoenix-Album. Juchuh!

Mayday, Mayday

Eigentlich ja: M'aidez, m'aidez!

Ich habe ja noch nie verstanden, warum man am Tag der Arbeit frei hat. Aber es soll mir auch egal sein - Hauptsache faulenzen, egal ob im Büro oder daheim.

Jedenfalls erübrigt sich ein Hilferuf, der zu einer der berühmtesten englischen Verballhornungen aus dem Französischen wurde - alles bestens im Osten. Die Sonne scheint und es scheint, dass es heut so bleibt.

Freitag, 10. April 2009

Osterlauf

Nebelschwaden über dem Teich vorm Großen Palais

Wer einmal keiner Menschenseele begegnen möchte, der sollte am Karfreitag morgens um 06:30 Uhr im Großen Garten laufen gehen.

Wie gesagt, keine Menschenseele. Dafür:

Nebelschwaden über den Wiesen.

Ein Schwan, der auf dem Carolasee übers Wasser gleitet - liefen hier nicht vor kurzem Schlittschuhläufer?

Zwei Mandarinenenten, die nebeneinander auf einem Geländer sitzen und schnattern.

Die in Stein gegossene Muse, die sich der Morgensonne entgegen reckt.

Die Muse reckt sich der Morgensonne entgegen.

Irgendjemand hat einen Baum mitten im Großen Garten mit Ostereiern behängt. Zauberhaft.

Im Großen Garten hat jemand einen Baum mit Ostereiern beschmückt.

Mir ist ein bisschen feierlich zumute.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

I. C. U.

by I. M. Fine

Die heilige Nacht ist vergangen, ein neuer Tag angebrochen, die Geschenke liegen ausgepackt unterm Baum und der Kartoffelsalat hängt noch im Magen. Alles fein.

Nur damit es einmal festgehalten bleibt: Mein schönstes Weihnachtsgeschenk ist schon 10 Tage alt und kommt in Form von zwei funkelnden blauen und vor allem scharfsichtigen Augen daher - MEINE Augen. Vielleicht habe ich ja noch nicht alle von Euch mit einem Realtime-Bericht meiner Laser-OP in Halle beglückt. Der Eingriff ist jedenfalls nix für schwache Nerven, denn man oder frau bekommt quasi alles mit, z. B. (bitte mal kurz das Weihnachtsplätzchen beiseite legen) wie der operierende Arzt meines Vertrauens, hier Prof. Dr. G. I. Duncker mit dem beruhigenden Lächeln, mir die angeschnittene Hornhaut hoch klappte.

Wie dem auch sei, das Leiden war kurz und das Ergebnis ist es alles wert: 100% Sehkraft, keinerlei Schmerzen oder sichtbare Narben, nur glücklich strahlende Augen. Ich meine, es hätte ja auch ins Auge gehen können, ne. Derzeit verbringe ich viel Zeit auf meinem weißen Sofa, halte mir wahlweise das linke oder rechte Auge zu und entziffere die Buchtitel im Regal auf der Wand gegenüber. Der zahlreiche Krankenbesuch wurde ebenfalls aktiv in den Sehtest einbezogen als Vergleichs- und Referenzobjekt. Bislang konnte ich es noch mit allen locker aufnehmen.

So schön kann Weihnachten sein - wenn man den Durchblick hat.

Sehtest
Hier mein ganz persönlicher Sehtest

Schau mir in die Augen, Kleines.
Meine Nichte hat auch schöne blaue Augen (und eine coole Rentierhaarspange von ihrer Lieblingstante vom Weihnachtsmann bekommen)

PS: Ja, Mr. Faulkner, es ist so, es sind immer dieselben alten Geschichten, die von immer neuen Menschen erlebt werden. Aber die individuelle Erfahrung des ewig Gleichen macht es doch wert, dass man die Geschichten immer wieder neu aufschreibt.

Dienstag, 15. Juli 2008

HURRA! Sommerferien

Oder: Die Wiederentdeckung des Faulenzens

Ausschlafen und aufwachen mit Shine On von The Kooks.
Katze bleibt gleich ganz liegen und verzichtet ebenfalls aufs Büro.

Hinter mir liegt ein mega-entspanntes Urlaubsauftaktwochenende inklusive fränkische Hochzeit mit einer ebenso entspannten Braut samt Bräutigam ("Ein Mann geht ihren Weg"), 160 Gästen
strahlendem Sonnenschein,
Tisch-Kicker im Maxiformat mit echten Kickermännchen (nämlich den Hochzeitsgästen - passend dazu meine männliche Begleitung, die - ungewohnt mit weißem Hemd & Stoffhose - Ähnlichkeit zu Jogi Löw aufwies),
Erwachsenen, die schon immer mal auf die Hüpfburg wollten und dies dann auch mit kindlicher Freude taten (Zitat danach: "mir ist ganz schön schlecht"),
und Unmengen leckerer Torten und Speisen aus der Nachbarschaft. Denn in so einem fränkischen Dorf packen selbstverständlich alle mit an. Heiraten kann also doch schön sein.

Auf dem Rückweg haben wir gleich noch Erfurt, Weimar und Kahla mitgenommen, gut verdaulich auf zwei Tage verteilt - Thüringen pur quasi. Und mal eben ein kleines Vermögen für schickes Tischgeschirr ausgegeben. Wenn schon Kahla, denn schon...
Der nächste Polterabend kann also kommen. Goodbye Ikea - ich wohne nicht mehr, sondern lebe schon - oder besser: wieder (Urlaub sei Dank)?

Gestern Abend dann Auftaktkonzert der Deutschland-Tournee von R.E.M. am Elbufer - das Ganze natürlich für umme dank Freikarten, wie es sich für den modernen Schnorrer gehört. Der nette Michael hat aber auch die nichtzahlenden Gäste draußen auf der Brücke immer freundlich einbezogen. Sehr sympathisch. Die Editors gabs gleich mit dazu, wenn diese auch hierzugegen noch völlig unbekannt zu sein scheinen und nur einen höflichen, insgesamt mageren Applaus bekamen, was mir Leid tat, aber man wird nun mal nicht als Star geboren.

Dieser Eintrag endet mit Bad Day - einem Lied, das irgendwie symptomatisch für die letzten, ganz dem Arbeiterdasein geopferten Wochen steht: It's been a bad day. Please don't take a picture. It's been a bad day. Please ...

Und noch einmal: HURRA! Sommerferien.

Sonntag, 8. Juni 2008

Simulacrum

Oder: Das schönste Kompliment

Kleinkinder haben eine ganz eigene Logik und Wahrnehmung der Welt.

Meine Schwester berichtete soeben, wie sie mit meiner zweijährigen Nichte auf dem Schoß Zeitung lesend auf ein Foto der Siegerin von Germany's Next Topmodel nebst Heidi Klum stieß. Und meine Nichte, auf Heidi zeigend, schrie begeistert: "Tante Steffi".

Mit zunehmendem Alter kommt die Phantasie leider vielen abhanden. Dem gibt es nichts hinzufügen.

alles wird gut

das leben ist ein himbeertoertchen

Himbeertörtchenmusik


Charlotte Gainsbourg
Irm



Tegan & Sara
Sainthood

Himbeertörtchenlektüre



Herta Müller
Herztier

Neulich im Kino - Gesehen und für gut befunden:

Und was sagt der Wetterhahn?

Aktuelles Wetter in Leipzig:


Temperatur: 0 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 87 %
Sichtweite: 10.0 km
Luftdruck: 1001.0 mb
Windstärke: 16 km/h

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